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Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: 37-jähriger Afghane festgenommen – Staatsschutz ermittelt

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Autor: Shivam Das · Unabhängige Berichterstattung. Korrektur / Kontakt

Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: 37-jähriger Afghane festgenommen – Staatsschutz ermittelt
Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: 37-jähriger Afghane festgenommen – Staatsschutz ermittelt

WUPPERTAL — Ein 37-jähriger afghanischer Staatsangehöriger hat am Donnerstagnachmittag einen Brandanschlag auf die Bergische Synagoge in Wuppertal-Barmen verübt. Die Polizei nahm den Tatverdächtigen kurz nach der Tat fest. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen und geht von einem antisemitischen Motiv aus.

Nach Angaben der Polizei begab sich der Mann gegen 13.58 Uhr zum Nebeneingang der Synagoge an der Gemarker Straße. Dort schüttete er eine brennbare Flüssigkeit auf die Treppenstufen und zündete sie an. Mitarbeiter der jüdischen Gemeinde konnten das Feuer innerhalb weniger Minuten selbst löschen. Es entstand nur geringer Sachschaden an Tür und Treppe. Verletzte gab es keine.

Ermittlungen und Motiv

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal sieht deutliche Hinweise auf Antisemitismus. Darauf deute neben dem Tatort selbst auch eine Äußerung des Verdächtigen am Tatort hin. Der 37-Jährige ist polizeibekannt und wurde bereits früher wegen Bedrohung einer Nachbarin verurteilt. Nach ersten Erkenntnissen handelte er allein. Seine Wohnung wurde noch am selben Tag durchsucht. Die Auswertung seines Mobiltelefons dauert an.

Reaktion des Zentralrats der Juden

Zentralratspräsident Josef Schuster zeigte sich entsetzt: „Erneut ist es in der Zeit der jüdischen hohen Feiertage zu einem Anschlag auf eine Synagoge gekommen.“ Jom Kippur beginnt in wenigen Tagen. Schuster forderte verstärkten Schutz für jüdische Einrichtungen in ganz Deutschland.

Die Jüdische Kultusgemeinde Wuppertal zählt rund 2.000 Mitglieder. Am Abend fand eine Mahnwache vor der Synagoge statt. Die Tat löste bundesweit Entsetzen und zahlreiche Solidaritätsbekundungen aus. Die Behörden suchen weiterhin zwei Frauen, die möglicherweise als Zeuginnen wichtige Hinweise geben können.

Quellen: Polizei Wuppertal, Staatsanwaltschaft Wuppertal, dpa, Jüdische Allgemeine, Zentralrat der Juden. Stand: 18. September 2026.

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