Wuppertal – Kurz vor dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur ist an der Bergischen Synagoge im Stadtteil Barmen ein Brandanschlag verübt worden. Ein 37-jähriger Mann afghanischer Staatsangehörigkeit wurde noch am Donnerstag in der Nähe des Tatorts festgenommen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.



Nach Angaben der Polizei Wuppertal verschüttete der Tatverdächtige am frühen Nachmittag des 17. September 2026 eine brennbare Flüssigkeit auf den Treppenstufen vor einem Nebeneingang der Synagoge und zündete diese an. Mitarbeiter der jüdischen Gemeinde konnten das Feuer schnell löschen. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist gering.
Der Mann ist polizeibekannt und handelte nach bisherigen Erkenntnissen allein. Die Spurensicherung war vor Ort. Die Polizei sucht unter anderem nach zwei jungen Frauen als Zeuginnen.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland verurteilte die Tat scharf. Präsident Josef Schuster sprach von einem „Brandanschlag“ und äußerte Entsetzen über die Seelenruhe, mit der der Täter am helllichten Tag vorgegangen sei. Der Zeitpunkt kurz vor Jom Kippur sei seiner Einschätzung nach nicht zufällig gewählt.
Am Abend versammelten sich rund 30 Menschen zu einer spontanen Mahnwache vor der Synagoge. Weitere Solidaritätsaktionen fanden am Freitag statt. Die Synagoge wird derzeit verstärkt bewacht.
Stand: 18. September 2026. Die Ermittlungen dauern an.
Quellen: Polizei Wuppertal, Zentralrat der Juden, dpa, WDR
Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal – Polizei vor Ort, Gemeinde unter Schock.
— Lokal NRW September 18, 2026







